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Transnationale Koordination
MADE-TO-MEASURE-FOR-MIGRANTS
TP Transnationale Koordination
1. Österreich: "Qualifikation stärkt"
(www.wif.wien.at)

Initiator ist der Wiener Integrationsfonds, Partner sind: Beratungszentrum für Migranten und
Migrantinnen, Verein Projekt Integrationsfonds, Wiener ArbeiterInnen Förderungsfonds (waff ist eine
Arbeitsstiftung und wird getragen von Stadt, Gewerkschaft, der Wirtschaftskammer, der Kammer für
Arbeiter und Angestellte).
Das Projekt zielt auf
- Entwicklung von Tools/Instrumenten/Methoden zur Optimierung der Potenzialerkennung und
Berufswegeplanung ("Sprach- und Qualifikationsportfolio"),
- Schaffung von Modellen für migrantinnenspezfische Berufsausbildungsangebote,
- Stärkung interkultureller Kompetenz.
Zentrales Anliegen des Projekts ist das Aufbrechen der vorherrschenden Defizitorientierung gegenüber
Migrantinnen zugunsten einer Ressourcenorientierung.
2. Niederlande: "niewkomers aan de slag (new citizens get going)"
(www.amersfoort.nl)

Initiator dieser EP ist die Gemeinde Amersfoort, Partner sind das Sozialamt (Sociale Zaken en
Werksgelegenheid), die Afghanische Gesellschaft, die Irakische Gesellschaft, die Somalische
Gesellschaft, das sog. "Activeringszentrum" der Gemeinde Amersfoort.
Das Projekt richtet sich an neu zugewanderte Migranten aus Somalia, Afghanistan, Irak und Iran und
knüpft an ein Pilotprojekt "Somalis get going" an, mit dem man in der Gemeinde Amersfoort gute
Erfahrungen gemacht hat. Dort werden neu Zugewanderten Mentoren bzw. "Coaches", die derselben ethnischen
Gruppe angehören und sich schon erfolgreich in die niederländische Gesellschaft integriert haben zur
Seite gestellt. Durch das EQUAL-Projekt wird es möglich, Migranten als "ethnic confidential agents"
(ethnischen Vertrauenspersonen) bei der Kommune einzustellen, die mit den zuständigen "Fall-Managern"
für die soziale Betreuung der Zugewanderten ein Tandem bilden.
Transnationales Arbeitsprogramm

Die nationalen Entwicklungspartnerschaften haben unterschiedliche Laufzeiten, Wien begann erst im
September 2002, NL endet schon im Mai 2004, so dass alle drei Partner nur 18 Monate gemeinsame Laufzeit
haben.
Das transnationale Arbeitsprogramm hat die Schwerpunkte (Federführung in Klammern):
- Case-Management (Deutschland)
Gemeinsames Ziel ist die Erhöhung der Effektivität der Maßnahmen zu Beschäftigung und beruflicher
Bildung für Migrantinnen und Migranten durch Ansätze des integrierten Fallmanagements.
- Assessment (Österreich)
Ziel ist der Abgleich der Ergebnisse der verschiedenen Assessmentverfahren. Jeder Partner entwickelt
Instrumente zum Assessment bezüglich der Qualifikationen von Migrantinnen und Migranten in den
jeweiligen nationalen Projekten. Die Erfahrungen werden zwischen den Partnern ausgetauscht und die
Ergebnisse verglichen.
- Interkulturelle Kompetenz
Ziel ist die Entwicklung von Curricula/Leitfaden/Modellen zur Implementierung der Interkulturellen
Kompetenz in Organisationen und Institutionen.

Niederlande 10/2002 - 05/2004 (www.amersfoort.nl)
Deutschland 06/2004 - 05/2005
Workshops

Seit Beginn der Partnerschaft im Oktober 2002 fanden sechs thematische transnationale Workshops statt.
(Stand August 2004)
Da die nationalen und kommunalen Rahmenbedingungen bei den Partnern unterschiedlich und für die Praxis
prägend sind, nimmt die gegenseitige Information immer großen Raum ein. Im Laufe der Zeit war zu
beobachten, dass sich die Rahmenbedingungen für die Förderung von MigrantInnen in den drei Ländern durch
Veränderung in der Gesetzgebung (Arbeitsmarktpolitik) und Einsparungen bei den Kommunen immer mehr
anpassen.
Fachkräfteaustausch und Transfer

Ansprechpartnerin:
Rosina Walter
berami e.V.
Tel 069 / 91 30 10 11
Mail: walter@berami.de
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